Bauunternehmung AUFDERMAUR SÖHNE BETRIEBS AG
Bauunternehmung AUFDERMAUR SÖHNE BETRIEBS AG Ibach Schwyz Einsiedeln

Aus Pubilreport Bote der Urschweiz vom 16.12.2000

Vom Kundenmaurer zur breitgefächerten Bauunternehmung

Er begann mit Waldstrassenbau und Alpsanierungen

Ob es ein Einstieg nach Mass oder ein tägliches Kämpfen für das unternehmerische Überleben war, wissen wir nicht mehr genau. Dass es sicher nicht einfach war, können wir nur erahnen. Dennoch sind wir stolz, dass der Gründer, Alois Aufdermaur, trotz allen Widerwertigkeiten sich durchsetzen konnte. Viel Mut, grosse Ausdauer, breites Fachwissen und natürlich auch das Quäntchen Glück benötigte er für den ersten Schritt. Handgeschriebene Rechnungen aus den Anfängen sind stille Zeugen eines starken Aufbaus. Gefundene Rechnungen für die Skihütte der Sektion «UTO» SAC auf der Ibergeregg von 1924 zeigen auf, dass Preise für Fundamentbeton (Fr. 40.-/m3) und doppelhäutiges Bruchsteinmauerwerk (Fr. 65.- /m3) lediglich ca. 15 - 20% vom heutigen Marktpreis waren.
Auch die damaligen Taglohnarbeiten eines Maurers mit Geschirr von Fr. 1.60/Stunde oder eines Handlangers mit Fr. 1.20/Stunde waren sehr bescheiden. Natürlich waren die Lebenskosten einen Bruchteil unserer heutigen Aufwendungen. Dennoch ist der Pioniergeist des Alois bewundernswert. Ende der 20er-Jahre wurde aus der Einzelunternehmung neu die Kollektivgesellschaft Aufdermaur & Söhne, Hoch- und Tiefbau im Handelsregister eingetragen, mit den Söhnen Alois jun., Paul und Josef als Teilhaber. Bald schieden jedoch Paul und Alois jun. zufolge Todes aus. Neu trat Anfang der 30er-Jahre Franz Aufdermaur in die Unternehmung ein, welche bereits Alois Aufdermaur Söhne, Bauunternehmung, hiess. Mit dem langjährigen Verwaltungsratspräsidenten und Betriebsleiter Franz Aufdermaur begann nun der grosse Aufschwung und erreichte die heutige Dimension und Bedeutung im Kanton Schwyz. Auch die schweren Zeiten vor, während und nach dem 2. Weltkrieg konnte die aufstrebende Unternehmung nicht stoppen. 1963 wurde die Kollektivgesellschaft in die A. Aufdermaur Söhne AG umgewandelt.


Josef Aufdermaur (vorne) beim Ausbau der Hauptstrasse Brunnen-Gersau, anno 1950

... und endlich entwickelte sich zu einer der grössten Schwyzer Bauunternehmungen ...

Der grösste Personalbestand hatte die Firma 1973/74 mit rund 240 Mitarbeitern. Zur Zeit der nachfolgenden Rezession drängte sich allerdings eine gewissen Redimensionierung auf; 1980 waren immer noch rund 160 Personen beschäftigt. Auch wurden in den 60er und 70er-Jahren die ersten Arbeitsgemeinschaften eingegangen. Durch die Eingliederung der Fedier AG, Amsteg UR, konnte dazumal auch in das lukrative Urner Nationalstrassengeschäft eingestiegen werden. Etliche Bauwerke sind Zeugen von hohen Wissensstand und gekonnten Handwerk der Schwyzer Bauunternehmung.. Zu jener Zeit wurden rund 60% des Umsatzes im Tiefbau ausgeführt. Ein Spezialgebiet war der Brückenbau; so wurden die meisten grösseren Brücken im Kanton Schwyz, beispielsweise jene auf der T8, ausgeführt. Dass die Firma Aufdermaur Söhne dieses Metier immer noch beherrscht zeit zur Zeit der Bau der neuen Muotabrücke in Ibach-Schwyz. Allerdings hat sich die Geschäftsleitung nie allzu stark auf nur ein Fachgebiet spezialisiert, was der Unternehmung vor allem in den 80er und auch in den 90er-Jahren zugute gekommen ist.

... mit einem topmotivierten Team und einem hohen Wissensstand in der Bautechnik ...

Keine Spezialisierung in nur ein Fachgebiet, sondern eine breite Palette von Arbeitsgattungen beherrschen und gekonnt einsetzen war schon immer ein Ziel der Unternehmung. Vor allem die Rezession Ende der 70er-Jahre führte vermehrt dazu, dass grössere Arbeiten in Arbeitsgemeinschaften offeriert und ausgeführt wurden. Denn Maschinen und Fahrzeuge mit zusammen mehr als 10'000 PS und über 400 m aneinandergefügte Baracken mussten zu dieser Zeit bewegt und eingesetzt werden, und dies mit ca. 480'000 lt Betriebsstoff. Mit Simon Küchler, Verwaltungsratspräsident, und Albert Inderbitzin, Geschäftsleitungsvorsitzender, steuerten in den 70er- und 80er-Jahren zwei starke Persönlichkeiten das Aufdermaur Schiff durch das stürmische Baugewässer. Seit dem Jahr 1981 ist die dritte Generation mit Paul und Peter Auf der Maur im Besitze des Aktienkapitals. Gleichzeitig übernahm Paul Auf der Maur das VR-Präsidium von Simon Küchler. Nichts hat die Unternehmung von der früheren Attraktivität verloren. So betätigt man sich noch wie zu Zeiten der Firmengründung mit dem Bau von Wald- und Güterstrassen, im Brückenbau, im Belagsbau, im Wohnungsbau und industriellen Hochbau.

... und ist mit innovativen Ideen für den zukünftigen offenen Markt gewappnet ...

dass die Aufdermaur Söhne AG innovativ sein kann auch die vielen Strassensanierungs-massnahmen im Kaltrecyclingverfahren der COLDMIX SCHWEIZ. Oekologische und ökonomische Strassensanierungen mittels Wiederverwendung der ausgebauten Kiessandmaterialien werden gezielt gefördert und angewendet. Davon profitiert nicht nur der Bauherr, sondern auch unsere Umwelt und unsere Nachkommen.

Geschickt und gezielt auf dem Markt aquirieren - mit innovativen Ideen Bauobjekte auslösen und Bauarbeiten beschaffen - und qualitativ hochstehende Arbeitsausführungen mit einem starken Leistungsvermögen.
Motivierte Mitarbeiter sind auch bei der AUFDERMAUR Söhne AG das kostbare Gut und sind Zeugen einer guten Unternehmerkultur. Sind doch praktisch alles langjährige Mitarbeiter und vor allem viele einheimische Mitarbeiter im Einsatz.

Mit Marcel Meier, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, ist seit 1998 ein innovativer Mann am Ruder, welcher die Geschicke der Unternehmung gekonnt führt.